Chronik

Der Gartenbauverein Illerberg/Thal kann auf eine 100 jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Ich möchte Ihnen einen kleinen Überblick über diesen Zeitraum zu geben. 

Anton VonayAm 25. August 1907 fand im Hasensaal in Weißenhorn eine Besprechung des Bezirksamts Neu-Ulm statt. Auf diese Besprechung hin gründet der Schulleiter Vonay am 8. Dezember 1907 im Bräuhaus den Verein Obstbauern mit Obstbauern aus Illerberg, Thal, Emmershofen und 1910 auch Witzighausen. Es waren 40 Obstbauern sofort bereit dem Verein beizutreten. Der 1. Vorstand, Lehrer Vonay, war ein großer Freund der Bienenzucht und somit traten 1909 22 aktive Bienenzüchter dem Verein bei. Jetzt änderte sich der Name in "Obstbauern und Bienenzuchtverein". Die Mitglieder unterhielten ein reges Vereinsleben. Jedes Jahr wurden Frühjahrs- und Herbstversammlungen mit Fachvorträgen veranstaltet. 

Afons MillerAls Obstbauverein ist ein Baumwart von Nöten. Herr Alfons Miller, der ab 1914 Vorstand war, nahm an einem 3-wöchigen Lehrgang teil und erwies sich dann als sehr fleißiger und geschickter Baumwart.

Leider unterbrach der 2. Weltkrieg das Vereinsleben. Doch am 13. März 1946 berief H. Gregor Fischbach, mit Genehmigung der damaligen Millitärregierung, die Mitglieder zu einer Generalversammlung ein.

Thomas MillerNachdem der Obst- und Gartenbauverein wieder neu ins Leben gerufen wurde, fanden Neuwahlen statt. Der 1. Vorstand hieß dann Thomas Miller, der am Ende des Jahres 1946 stolze 87 Mitglieder zählen konnte. Bei den Generalversammlungen fanden Fach- und Lichtbildvorträge statt.

Der 1. Blumenschmuckwettbewerb in Illerberg/Thal wurde bereits 1954 durchgeführt. Dies wiederholte sich in den folgenden Jahren immer wieder. Die Sieger des Wettbewerbs im Jahre 1957 wurden bei der 50-Jahr-Feier geehrt.

Seit 45 Jahren, also dem Jahre 1962 finden jährliche Ausflüge statt. Zuerst waren es  Eintagesausflüge und seit 1993 wurden sie auf 5-6 Tage erweitert. Der Andrang war und ist so groß, dass unser jetziger Reiseleiter Georg Hefele, der diese Aufgabe schon sein 1965 übernommen hat, zum Teil 2-Stock-Busse organisieren musste ( Mit 2Bussen zu vereisen ist der Gesseligkeit wegen nicht angebracht). So konnte es auch sein, dass er dem einen oder anderen absagen musste.

Fuhrwerk (Custom)Im 60. Bestehensjahr beteiligten wir uns am Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schön werden" und wir erhielten den 1. Platz als schönstes Dorf im Landkreis Neu-Ulm. War das  ein Festjahr 1967. Beim Neubau der Schule in Illerberg bepflanzte der Obst- und GBV die Außenanlage. Hier wurden 500 Arbeitsstunden geleistet. 1971 erfolgt die Umbenennung des Obst- und GBV in folge der verlagerten Aufgabengebiete in "GBV". Die Aufgaben bestanden jetzt nicht mehr im Obstanbau, sondern in der Gartengestaltung und verschiedenen Dekorationsarbeiten anlässlich vielerlei Festveranstaltungen.

Wir waren auch bei der Stadterhebungsfeier von Vöhringen am 26. Juni 1977 mit 2 Festwägen vertreten.

Gregor BurkhartNach nunmehr 33 Jahren gibt Herr Thomas Miller seinen Vorsitzt ab, dies geschieht im Jahre 1979 und Hr. Gregor Burkhard übernimmt diese Aufgabe.

Von jetzt an beteiligt sich der GBV am jährlichen Dorffest. 1980 beteiligt sich Illerberg am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden", belegt aber leider nur den 2. Platz. Einen sehr gelungenen Theaterabend mit der Innzeller Bauernbühne ersetzte 1982 das Herbstfest. Diese Theatergruppe spielte auch 84,87 und 89.

Im Jahre 1983 wurde unser langjähriger Vorstand Thomas Miller mit der höchsten Auszeichnung die der Landesverband für Gartenbau und Landespflege zu vergeben hat, "der goldenen Rose", geehrt.

 

Illerberg ist 1984 zum "Baumfreundlichsten Dorf" des bayrischen Landesverbandes gekürt worden.

Aber nicht nur baumfreundlich, sondern auch der Titel "unser Dorf soll schöner werden" holten wir uns 1986 wieder.

Wenn's lustig zugeht, darf der GBV nicht fehlen, so beteiligt er sich seit 1988 bei der Durchführung des Faschingsballs.

Feldkreuz (Custom)Die Umstellung von handschriftlichen Protokollen auf Computer erfolgte 1993.

Bei der 850-Jahr-Feier der Stadt Vöhringen durfte auch unser Verein teilnehmen.

Auch wurden die Feldkreuze einheitlich bepflanzt. Seit geraumer Zeit werden die Feldkreuze von Hr. Brenner und Hr. Klose renoviert und betreut. 

 

Erwin Boeck2001 tritt Hr. Gregor Burkhart als 1. Vorstand nach 22 Jahren Arbeit zurück und wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seine Nachfolge übernimmt nun Herr Erwin Böck, der damit erst das 5.Vorstandsamt in der 100-jährigen  Geschichte unseres Vereins übernimmt. Solch  eine Beständigkeit gibt es wöhl selten.

Im Jahre 2003 gab es endlich einmal wieder einen Blumenschmuckwettbewerb. Es war eine stattliche Teilnehmerzahl mit sehr unterschiedliche bepflanzten und benutzten Gärten.

 

 

 

Die Welt in Illerberg.

2005 waren zum 20 Weltjugendtag Mexikaner in Illerberg, mit denen auch heute noch Kontakt besteht. Anlässlich dieser Begegnung pflanzt der GBV mit den Gästen einen Baum zwischen Kirche und Pfarrhaus. Dieses Fest wird in Erinnerung bleiben.

 

illerberg027Was vielen Menschen auffällt, sind die tollen Blumenkästen am Pfarrgarten. Sie werden seit Jahren von Frau Bee bepflanzt und das ganze Jahr über versorgt. 

 

Liebe Freunde, Mitglieder und Gönner des Gartenbauvereins Illerberg-Thal, ich möchte meine Zusammenfassung der bewegten und nunmehr 100-jährigen Vereinsgeschichte mit dem Gebet eines Gärtners beenden.


Herrgott, richte es so ein,
dass es täglich von Mitternacht bis drei Uhr früh regne,
aber langsam und warm, weißt du, damit es einsickern kann;
doch soll es dabei nicht auf die Pechnelke, das Steinkraut,
die Sonnenröschen,
den Lavendel und andere Blumen regnen,
die dir in deiner unendlichen Weisheit als trockenliebende Pflanzen
bekannt sind - wenn du willst, schreibe ich es dir auf ein Blatt Papier auf;

ferner soll die Sonne den ganzen Tag über scheinen,
aber nicht überallhin (zum Beispiel nicht auf den Spierstrauch und Enzian,
noch auf Funkie und Rhododendron) und auch nicht zu stark;
dann möge es viel Tau und wenig Wind geben,
genug Regenwürmer, keine Blattläuse, Schnecken und keinen Mehltau,
und einmal in der Woche  verdünnte Jauche mit Taubenmist regnen.
Amen.


Margret Schmid

Schriftführerin

 

 

 

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